Metainformationen zur Seite
  •  

Methoden nach dem TOM-Modell

Die Filtermöglichkeiten für die Methoden und Werkzeuge werden beim Klick auf die jeweiligen Icons erläutert.

Hintergrundinformationen zum TOM-Modell

Kern dieses Wissensmanagement-Ansatzes ist die ganzheitliche Betrachtung der Gestaltungsdimensionen Technik, Organisation und Mensch (TOM) für die erfolgreiche Einführung von Wissensmanagement.

Dahinter steht die Überzeugung, dass Wissensmanagement im Unternehmen nicht durch eine vereinzelte Aktion oder die Betrachtung einer einzigen Dimension umgesetzt werden kann. So ist der Aufbau einer Wissensdatenbank ebenso wenig ein Garant für ein funktionierendes Wissensmanagement wie der Einsatz von Wissensbrokern im Unternehmen. Zudem muss im Wissensmanagement auch stets die menschliche Komponente berücksichtigt werden, da nur durch das notwendige Vertrauen - mithin also die Unternehmenskultur - ein nachhaltiger Wissensfluss entstehen kann.

Die Reihenfolge der genannten Gestaltungsdimensionen drückt keine Wertigkeit oder zeitliche Abfolge der Betrachtung aus. Vielmehr müssen für den Erfolg von Wissensmanagement alle drei Dimensionen zusammenwirken. So ist ein dauerhafter Erfolg einer technischen Lösung ohne Anpassung der Organisation und die Bereitschaft der Mitarbeiter zu Veränderungen nicht denkbar.

:!: Nutzen Sie die Eingabefelder im Tabellenkopf, um die Methoden zu filtern.

SeiteTOM-ModellKurzbeschreibung
Action Learning/Aktionsbasiertes LernenMenschAction Learning (engl. Bezeichnung) ist eine Lern- und Problemlösungsmethode, die direkt in den Arbeitsprozess integriert wird.
BeziehungsmanagementMensch, OrganisationBeziehungsmanagement umfasst alle Ansätze die darauf abzielen langfristig gute Beziehungen zu den Stakeholdern des Unternehmens (z.B. Kunden, Mitarbeiter, Behörden) zu führen.
CoachingMenschBeim Coaching begleitet ein erfahrener Mitarbeiter (Coach) einen im Thema unerfahreneren Mitarbeiter mit dem Ziel des Erfahrungstransfers und ggf. Netzwerkaufbaus.
CommunitiesMensch, TechnikCommunities sind informelle, meist abteilungsübergreifende Gruppen mit gemeinsamem inhaltlichen Fokus. Sie können gezielt für Aufbau und Verbreitung neuen Wissens genutzt werden.
DebriefingsMensch, OrganisationDebriefings oder Erfahrungssicherungsworkshops dienen der Reflektion von Projekten (o.ä.), um aus Fehlern zu lernen und gute Praktiken für Folgeprojekte nutzbar zu machen.
DiskussionsforenMensch, Technik, OrganisationIn Diskussionsforen wird ein – meist problemorientierter – strukturierter Informationsaustausch auf elektronische Weise abgebildet.
ExpertenverzeichnisMensch, OrganisationIn Expertenverzeichnissen (auch Gelbe Seiten) werden Kontaktinformationen und Kompetenzbeschreibungen von Mitarbeitern gesammelt, um schnell die richtigen Ansprechpartner zu finden.
GespraechstechnikenMenschUnter Gesprächstechniken werden Methoden zusammengefasst, die beim persönlichen Wissenstransfer oder zu Problemlösungszwecken zwischen Mitarbeitern angewendet werden.
Graue BeraterstäbeMenschGraue Beraterstäbe bestehen aus ehemaligen Mitarbeitern, die auch nach ihrer Pensionierung weiter beratend für das Unternehmen tätig sind. damit Ihr Wissen dem Unternehmen nutzbar bleibt. Besonders geeignet für Graue Beraterstäbe sind Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung und/ oder Betriebszugehörigkeit.
HandbuchMensch, OrganisationHandbücher enthalten standardisiertes Wissen zur Anwendung in der Organisation. Sie dienen der Wissenssicherung und als Nachschlagewerke.
Info CenterMenschInfo Center sind Räume zur Unterstützung des informellen Austauschs und zur unternehmensweiten Verbreitung von Informationen (z.B. Kaffeeräume mit Informationswänden).
KommunikationsstrukturierungMenschAnsätze der Kommunikationsstrukturierung sorgen für eine Verbesserung der Kommunikation durch Schaffung transparenter Regeln z.B. für Besprechungen, Berichtswesen oder eMails.
KompetenzmanagementMenschKompetenzmanagement dient dazu strategisch relevante Kompetenzen zu identifizieren, deren Auf- und Ausbau zu unterstützen sowie Transparenz über vorhandene Kompetenzen herzustellen.
KreativitätstechnikMenschKreativitätstechniken unterstützen Problemlösungsverfahren und die Generierung von Ideen und neuem Wissen.
LeitbildMensch, OrganisationEin Leitbild bietet Orientierung für Mitarbeiter bzgl. Verhaltensweisen, Werten, Normen und Zielen des Unternehmens.
MessestandMenschMessestände können durch den gezielten Austausch mit externen Akteuren zur Förderung des intellektuellen Kapitals genutzt werden.
Methode zur WissensbewahrungMensch, OrganisationDie zumeist gesprächsorientierten Methoden zur Wissensbewahrung helfen, das Wissen ausscheidender Mitarbeiter für das Unternehmen zu sichern.
MikroartikelMenschDer Mikroartikel ist eine Methode zur kurzen und prägnanten Dokumentation bspw. von Meetings.
Open SpaceMensch, OrganisationOpen Space ist eine Methode zur Wissensgenerierung und -teilung in größeren Gruppen im Rahmen von Veranstaltungen (z.B. Mitarbeiterversammlung).
PlanspieleMenschPlanspiele bilden reale Organisationsvorgänge in einem Spielsetting nach. Üblicherweise spielen mehrere Teilnehmer bzw. Gruppen gegeneinander oder kooperieren. Dabei wird der Zyklus von Informations-, Spiel- und Analysephase mehrmals durchgespielt, um systematisch Lerneffekte zu erzielen. Aus WM-Sicht interessant ist die Verbindung von erfahrungsorientiertem Lernen und kognitiver Abstraktion.
QualifizierungsmaßnahmenMenschUnter Qualifizierungsmaßnahmen fallen alle klassischen Instrumente (z.B. Schulungen) des Personalmanagements zum Auf- und Ausbau von Mitarbeiterkompetenzen.
QualitätszirkelMenschAls Lernwerkstatt oder Qualitätszirkel werden Arbeitsgruppen verstanden, die gemeinsam Verbesserungsvorschläge ausarbeiten und für einen Best Practice Transfer im Unternehmen sorgen.
TeamarbeitMenschTeamarbeit fördert den Wissenstransfer zwischen Mitarbeitern und kann als bewusstes Instrument zur Verteilung von relevantem Wissen genutzt werden.
WissenslandkarteMensch, TechnikWissenslandkarten dienen der schnellen Erfassung zentraler Wissensgebiete eines bestimmten Themas oder eines Unternehmens (Bereiches) und sind meist grafisch umgesetzt.
WissensmarktMensch, OrganisationDer Wissensmarkt ist eine Methode zur Vermittlung von Wissen und Informationen und kann in Rahmen von Veranstaltungen (z.B. Mitarbeiterversammlungen) eingesetzt werden.
ArbeitsgestaltungsmaßnahmenOrganisationZu Arbeitsgestaltungsmaßnahmen gehören alle Ansätze, die durch Änderungen der Routine-Tätigkeiten zu Lerneffekten beim Mitarbeiter führen (z.B. Job Rotation).
BenchmarkingOrganisationBenchmarking ist der qualitative u/o. quantitative Vergleich (z.B. zwischen Unternehmen), mit dem Ziel gute Praktiken zu identifizieren und das Lernen der Organisation zu fördern.
Best PracticeOrganisationAls Good oder Best Practice (dt. gute oder beste Praktiken) werden bewährte Vorgehensweisen verstanden, die mit dem Ziel der unternehmensweiten Anwendung gesammelt werden.
ChecklistenOrganisationChecklisten dienen der Arbeitserleichterung für wiederkehrende Abläufe. Checklisten sind ein Instrument zur Standardisierung von Prozessen.
DokumentvorlagenOrganisationDokumentvorlagen sind ein Instrument zur Unterstützung der Standardisierung von Prozessabläufen und dienen der strukturierten Speicherung von Wissen und Informationen.
EntscheidungsbäumeOrganisation
ErfahrungsgeschichtenOrganisationErfahrungsgeschichten (engl. Learning Histories) sind in Erzählform aufbereitete Erfahrungen und dienen dem internen Erfahrungstransfer und der Teilung guter Praktiken.
FAQOrganisationFrequently asked questions (FAQ) bieten schnelle Standardantworten auf häufig aufkommende Fragestellungen in Unternehmen.
IdeenmanagementOrganisationUnter Ideenmanagement werden Ansätze zur Generierung neuen Wissens für verbesserte Abläufe oder Produktinnovationen verstanden.
Information MappingOrganisationBei der Information-Mapping-Technik handelt es sich um eine Methode zur Analyse, Gliederung und Darstellung von Informationen.
Management by Knowledge ObjectivesOrganisationZur Verbesserung des Wissensmanagements bietet es sich an, die Wissensmanagement-Ziele auf die einzelnen Mitarbeiter herunter zu brechen und in individuelle Zielvereinbarungen zu überführen.
MethodenframeworkOrganisationMethodenframeworks sind auf einander abgestimmte, unternehmensspezifische Methodensammlungen zur Erreichung der Unternehmensziele (z.B. Toyota Produktionssystem).
OrganisationsanweisungenOrganisationOrganisationsanweisungen sind verbindliche Regelungen für Prozesse innerhalb eines Unternehmens und standardisieren das Wissen über Abläufe.
Raum ManagementOrganisationRaum Management bedeutet die bewusste Gestaltung und Anordnung von Räumen im Unternehmen zur Unterstützung der Kommunikation und des Wissenstransfers.
SchnittstellenworkshopsOrganisationSchnittstellenworkshops dienen der Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit und sorgen für Transparenz und Verständnis.
SzenariotechnikOrganisationIn Szenario-Workshops werden in einem strukturierten Kommunikationsprozess Zukunfstmodelle erarbeitet. Die Gruppe besteht aus Mitgliedern unterschiedlicher Organisationsbereiche, die zunächst eine Leitfrage formulieren. Im nächsten Schritt werden Einflußfaktoren identifiziert und im Hinlick auf ihre zukünftige Entwicklung vernetzt. Das Ergebnis der Vernetzung sind Szenarios.
UnternehmenszeitungOrganisationEine Unternehmenszeitung dient der Vermittlung wichtiger Informationen an die Stakeholder des Unternehmens (Mitarbeiter, Kunden etc.). Dabei ist der Einsatz verschiedener Medien denkbar.
WissensbilanzOrganisationDie Wissensbilanz ist ein strategisches Steuerungs- und Controlling-Instrument für das Management des intellektuellen Kapitals eines Unternehmens.
WissensmanagerOrganisationEin Wissensmanager ist eine Person im Unternehmen, dessen Aufgabe die Unterstützung des Wissensmanagements ist. Im Idealfall sehen sich alle Mitarbeiter als „Wissensmanager“.
AbonnementsTechnikAbonnements unterstützen bei der Informationsbereitstellung, bei der der Nutzer die Informationsquellen und -intervalle selbst bestimmt, um bei Neuerungen automatisch informiert zu werden.
DatenbankenTechnikDatenbanken werden genutzt, um strukturierte Informationsmengen für Mitarbeiter schnell zugänglich zu machen. Einsatzzwecke, Umfänge, Tools und Technologien sind dabei vielfältig.
GroupwareTechnik, OrganisationGroupware unterstützt die Kommunikation und Zusammenarbeit in Gruppen. Dazu gehören Anwendungen für die Organisation von eMails, Aufgaben, Terminen oder Kontakten.
InformationsportalTechnikEin Informationsportal stellt Informationen aus unterschiedlichsten Quellen in einer einheitlichen Benutzeroberfläche zur Verfügung.
ProzessassistentTechnikProzessassistenten sind IT-Tools, die Prozesswissen transparent machen, indem sie bspw. eine Navigation durch die Prozesslandschaft erlauben und Dokumente bereitstellen und vernetzen.
Selbsterklärende OrdnerstrukturTechnikDas Ziel einer „selbsterklärenden Ordnerstruktur“ besteht darin, Dateiablagen so zu standardisieren, dass sich Mitarbeiter schnell in ihnen zurecht finden.
SuchmaschinenTechnikSuchmaschinen für die unternehmensinterne Anwendung unterstützen das Finden relevanter Informationen im Datenbestand verschiedener Quellen des Unternehmens.
VisualisierungstechnikenTechnikVisualisierungstechniken dienen der Aufbereitung komplexer Informationen mit dem Ziel der Veranschaulichung und der einfachen Verteilung.
WikisTechnikWikis sind IT-Tools zur gemeinsamen Pflege von Informationen. In der Regel haben alle Mitarbeiter gleichberechtigt Zugriff und sind Autoren und Konsumenten gleichermaßen.
WissenswörterbuchTechnik, OrganisationEin Wissenswörterbuch stellt die unternehmensspezifischen Bezeichnungen und/oder Fachbegriffe und deren Interpretation zusammen, um eine einheitliche Sprache zu erreichen.
CSV Export

ProWis wurde als Projekt im Rahmen der Initiative: FIT für den Wissenswettbewerb vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und vom Projektträger im DLR betreut. Das Projekt ist inzwischen abgeschlossen, die Ergebnisse bleiben als Ergebnistransfer online. Impressum