Open Space

Eigenschaften Methode/Tool
WM-Kernaktivitätenerzeugen, verteilen
TOM-ModellMensch, Organisation
Intellektuelles KapitalBeziehungskapital, Humankapital
WM-GestaltungsfelderUnternehmenskultur, Personal
AnsprechpartnerRonald Orth
KurzbeschreibungOpen Space ist eine Methode zur Wissensgenerierung und -teilung in größeren Gruppen im Rahmen von Veranstaltungen (z.B. Mitarbeiterversammlung).

Ziele

  • Aufbrechen starrer Konferenz- und Veranstaltungsstrukturen
  • Verpflichtung und gegenseitiges Verständnis, um bei komplexen, besonders bei strategischen Neuausrichtungen, Unternehmensumstrukturierungen, Prozessreorganisation etc., auftretende komplexe Probleme gemeinsam zu lösen
  • Wissensgenerierung
  • Motivation und Aktivierung der Mitarbeiter für Maßnahmenumsetzung

Rahmenbedingungen

  • Kein Tagungsprogramm, keine Tagesordnung
  • Kreis zu Beginn und Ende (alle sind gleichberechtigt)
  • Weißes Brett (alle Informationen für jeden sichtbar)
  • Kreis und das Weiße Brett bilden den Marktplatz, dort finden sich die Themen und Gruppen
  • Gesetz der zwei Füße – jeder kann jederzeit die Gruppe wechseln

Vorgehensweise

Einstimmungsphase: Benennung und Begründung des Themas, Ziele und Ablauf der Veranstaltung.

Anwärmphase: Um die Teilnehmer aufeinander einzustimmen, erfolgen mehrere Diskussionen in kleinen Gruppen freier Wahl.

Informationsmarkt: Einzelpersonen oder kleine Gruppen veröffentlichen in Form eines Plakats eine Ideenskizze, die deutlich macht, was für ein Teilthema sie gern vertiefen bzw. konkretisieren möchten und befestigen diese an der weißen Wand in der Mitte des Marktplatzes. Die Teilnehmer besichtigen das gesamte Angebot und ordnen sich einer Idee ihrer Wahl zu. Es entstehen größere und kleinere Gruppen, die auf Basis der Selbstorganisation jeweils ein Thema bearbeiten.

Diskussion in den Themengruppen: Die Anzahl der Mitarbeiter ist irrelevant. Dem Gesetz der zwei Füße nach haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die Arbeitsgruppen nach Lust und Laune zu wechseln. Jede Gruppe fasst ihre Ergebnisse, Erkenntnisse und Lösungen zusammen und befestigt diese an der weißen Wand auf dem Marktplatz.

Rückmeldung der Zwischenergebnisse: Zum Abschluss und zum Anfang eines Tages (bei mehrtägigen Open Space) sowie zum Ende der Veranstaltung treffen sich alle Mitarbeiter auf dem Marktplatz und tauschen sich zu den Ergebnissen sowie zu Vorschlägen für die weitere Bearbeitung aus.

Zusammenfassung und Dokumentation: Kurz vor Schluss der Veranstaltung erhalten alle Teilnehmer die fertige Dokumentation der Arbeitsgruppenergebnisse.

Praxisbeispiele

Weiterführende Informationen

Synonyme / Ähnliche Methoden / Synergieeffekte

  • Owen, H. (2001): Erweiterung des Möglichen – Die Entdeckung von Open Space; München: Klett Cotta.
  • Owen, H. (2001): Open Space Technology – Ein Leitfaden für die Praxis. München: Klett-Cotta.
  • Siebert, H. (2006): Didaktisches Handeln in der Erwachsenenbildung. Didaktisches aus konstruktivistischer Sicht. 4. Auflage, Hergensweiler: Ziel.
  • Petri, K. (1998): Open Space Technology oder das Wunder der Kaffeepause; in: Apel, H./ Dernbach, D./ Ködelpeter, T./ Weinbrenner P. (Hrsg.), Wege zur Zukunftsfähigkeit – Ein Methodenhandbuch, Bonn: Stiftung Mitarbeit; S. 94-104.
  • Pannwitz, M. (2004): Was ist denn open space?; www.michaelmpannwitz.de

ProWis wurde als Projekt im Rahmen der Initiative: FIT für den Wissenswettbewerb vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und vom Projektträger im DLR betreut. Das Projekt ist inzwischen abgeschlossen, die Ergebnisse bleiben als Ergebnistransfer online. Impressum