Kompetenzportfolio

Eigenschaften Methode/Tool
WM-Kernaktivitätenerzeugen, speichern
TOM-ModellMensch
Intellektuelles KapitalHumankapital
WM-GestaltungsfelderFührung, Personal, Controlling
AnsprechpartnerRonald Orth
KurzbeschreibungMethode des Kompetenzmanagements, bei der eigenen Kompetenzen nach Qualität und Nützlichkeit visualisiert werden.
Zugeordnet zur MethodeKompetenzmanagement

Ziele

  • Erkennen individueller Ist- und Soll-Kompetenzen
  • grafische Darstellung unter dem Blickwinkel der Qualität und Nützlichkeit
  • schnelles Erkennen von Entwicklungsstand und Entwicklungsfeldern
  • Steuerung und Ausbau individueller Kompetenzen

Rahmenbedingungen

  • idealerweise Besprechung des Kompetenz-Portfolios mit Vertrauensperson
  • möglichst objektivierende Beurteilung von Qualität und Nützlichkeit
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion und Selbstbeobachtung

Vorgehensweise

1. Erfassung derzeitiger Kompetenzfelder
  • ehrliche Antworten auf die Frage „Was kann ich derzeit?“
  • ggf. Unterstützung durch Vertrauensperson hilfreich
  • Ergebnis: Liste mit Kompetenzen, die passenden Kompetenzfeldern zugeordnet sind (z.B. Fach-, Methoden-, personale, interpersonale)
2. Beurteilung dieser Kompetenzen nach Qualität und Nutzen (= Ist-Profil)
  • ehrliche Antworten auf die Frage „Wie gut kann ich es derzeit?“
  • ehrliche Antworten auf die Frage „Wie groß ist der Nutzen für meine derzeitigen Arbeitgeber/Kunden, für mich?“
  • ggf. Unterstützung durch Vertrauensperson hilfreich
  • Einordnung in Portfolio
3. Definition der persönlichen Entwicklungsziele
  • Erarbeitung konkreter persönlicher Lernziele mit Hilfe der Fragen
    • Wo möchte ich besser werden und wozu?„
    • Wie werde ich erkennen, dass ich mein Ziel erreicht habe?“
4. Erstellung des Sollprofils
  • ausgehend von den zuvor definierten Entwicklungszielen, Soll-Profil in Portfolio erfassen
5. Ableitung Aktionsplan
  • Erarbeitung eines steuernden Entwicklungsweges (3 nächste Schritte) mit Hilfe der Fragen
    • „Welches Wissensziel möchte ich bis wann in welcher Qualität erreicht haben?“
    • „Wer kann mir in welcher Form bei der Erreichung meiner Ziele helfen?“
  • nach dem Erreichen der Ziele, Ist- und Soll-Portfolio ggfs. anpassen

Beispielhaftes Wissensziel (zu 4 … Führungskompetenz):

Ich möchte bis Ende des Jahres 20xx meine Führungskompetenz von können auf beherrschen ausbauen. Die Zielerreichung werde ich daran erkennen, dass ich bei der Leitung des Projekts XY konfliktbehaftete Führungssituationen problemlos bewältigen kann.

Beispielhafter Aktionsplan (zu 4 … Führungskompetenz):
  • Dokumentation aller konfliktbelasteten Führungssituationen inkl. Lösungswege ab sofort.
  • Auswahl eines Projekt-Coach und Abstimmung meines Wissensziel bis Ende Q2/xx.
  • Besuch des Seminars „Führen von großen Teams“ bis Q3/xx.

Weiterführende Informationen

Synonyme / Ähnliche Methoden / Synergieeffekte

  • Bildungsbedarfsanalyse
  • Feedbacktechniken
  • Individuelle Lernmethoden
  • Lernmanagementsysteme
  • Lerntagebuch
  • Methoden zur Wissens- und Kompetenzentwicklung
  • Triadengespräch
  • Unternehmenskompetenzanalyse
  • Visualisierungstechniken
  • Wissenslandkarte
  • Wissensorientiertes MAG
  • Wissensentwicklungskarten
  • Kompetenzmanagement
  • Mittelmann, A. (2019). Wissensmanagement wird digital. Norderstedt: Books on Demand.
  • Mittelmann, A. (2011): Werkzeugkasten Wissensmanagement. Norderstedt: Books on Demand, S. 60-61.